Unternehmensnachfolge Portal für Unternehmer, Rechtsanwälte, Steuerberater – Hamburg, Berlin, bundesweit

Subscribe

Unternehmensstiftung, Familienstiftung

Viele Ziele im Rahmen der Unternehmensnachfolge lassen sich durch die Errichtung einer Stiftung realisieren. Auch wenn unternehmensverbunden Stiftungen im Vergleich zu klassischen Gesellschaftsformen noch selten sind, sind sie für nicht wenige familiäre und wirtschaftliche Situationen ein geeignetes Instrument der Nachfolge. Hat man z.B. kein uneingeschränktes Vertrauen in die langfristigen Fähigkeiten und Absichten der potentiellen Nachfolger in der Familie und will gleichzeitig sein Lebenswerk dauerhaft erhalten, die Angehörigen versorgt wissen und unter Umständen noch einen guten Zweck verfolgen, sollte man sich intensiv mit den verschiedenen Stiftungsformen beschäftigen.

Die Rechtsform der Stiftung ist jedoch im Grundsatz weder ein Steuersparmodell noch ein Allheilmittel zur Umgehung des Pflichtteilsrecht. In dieser Hinsicht ist ebenso fachmännische Steuer- und Rechtsberatung notwendig wie bei allen anderen Gestaltungen der Unternehmensnachfolge.

 

UNTERNEHMENSVERBUNDENE STIFTUNG

 Ein Unternehmen kann auf verschiedene Weise unter das Dach einer Stiftung schlüpfen. Denkbar ist einerseit eine Unternehmensträgerstiftung, bei der die Stiftung selbst das Unternehmen führt, andererseits aber auch eine Beteiligungsträgerstiftung, bei der die Stiftung Gesellschaftsanteile an einer Personen- oder Kapitalgesellschaft hält.

 

FAMILIENSTIFTUNG

 Die Familienstiftung zeichnet sich dadurch aus, dass Sie ausschließlich oder zumindest im Wesentlichen den Interessen einer Familie dient. Empfänger der Erträge (Destinatäre) der Stiftung sind somit die Angehörigen und deren Nachfahren. Im Steuerrecht gelten einige Besonderheiten. Zu beachten ist insbesondere die Erbersatzsteuer, die alle 30 Jahre anfällt. Es steht dann der doppelte persönliche Freibetrag von Kindern (also im Ergebnis EUR 800.000) zur Verfügung. Die Familienstiftung wird typischerweise auch dauerhaft von Familienmitgliedern im Vorstand dominiert.

Gerade die unternehmensverbundene Familienstiftung mit Elementen der beiden genannten Stiftungsformen vereint viele interessante Möglichkeiten in der Nachfolgegestaltung.