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Unternehmenskauf & -verkauf

Die entgeltliche Übertragung des Unternehmens an Dritte drängt sich immer dann auf, wenn kein hinreichend geeigneter Nachfolger in der Familie zur Verfügung steht. Bei der Unternehmensnachfolge durch Verkauf stehen – wie bei sonstigen M&A-Transaktionen – die wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten klar im Vordergrund.

Käufer

Als Käufer kommen insbesondere in Betracht:

  • Finanz-Investoren
  • Wettbewerber, Lieferanten oder Kunden
  • Mitarbeiter/Geschäftsführer, sog. Management-Buy-Out (MBO)
  • Externe Führungskräfte, sog. Management-Buy-In (MBI)

Due Diligence

Im Vorfeld des Kaufs soll eine Due Diligence dem Kaufinteressenten einen Überblick über die wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten des Unternehmens verschaffen. Oft ist auch eine Absichtserklärung (Letter of Intent) Bestandteil von Verhandlungen im Vorfeld des Verkaufs. Eine Due Diligence ist aus der Sicht des Unternehmenskäufers vor allem deshalb erforderlich, da beim Unternehmenskauf das gewöhnliche Gewährleistungsrecht in der Regel ins Leere läuft und sich der Kauf nicht mehr rückgängig machen lässt. Für die Verkäuferseite birgt die Due Diligence natürlich die Gefahr, dass strategisch wichtige Geschäftsgeheimnisse offengelegt werden. Besonders problematisch ist dies natürlich, wenn der Kaufinteressent ein Wettbewerber ist. Bei der vertraglichen Gestaltung stehen dann die Verteilung der wirtschaftlichen Risiken, Haftungsfragen und steuerliche Aspekte im Vordergrund.

Asset Deal – Share Deal

Der Verkauf des Unternehmens erfolgt grundsätzlich entweder als Asset Deal, also durch Übertragung aller Vermögenswerte des Unternehmens, oder als Share Deal durch Übertragung von Gesellschaftsanteilen. Da beim Asset Deal sämtliche zum Unternehmen gehörednen Einzelwirtschaftsgüter und sämtliche Vertragsverhältnisse mit Kunden, Lieferanten etc. übertragen werden müssen, ist dieser häufig mit großem Aufwand verbunden. Insbesondere muss auch die Zustimmung der Vertragspartner zur Übertragung eingeholt werden. Dieses Problem stellt sich beim Share Deal auf der Ebene der Gesellschafter grundsätzlich nicht. Dennoch wird auch hier  eine gesonderte Zustimmung von Vertragspartnern im Einzelfall erforderlich sein, wenn eine Vertragsklausel eine solche Zustimmung vorsieht, wenn sich die Kontrolle des Unternehmens ändert (“Change-of-Control”-Klauseln).

Daneben spiele für die Entscheidung Asset Deal oder Share Deal auch die steuerlichen Rahmenbedingungen eine große Rolle. Zu prüfen ist stets, ob möglicherweise stille Reserven aufgedeckt werden könnten die zu versteuern wären. Ferner sind auch das potentielle Abschreibungsvolumen für den Käufer und steuerliche Begünstigungsvorschriften für den Verkäufer aus steuerlicher Sicht von Interesse.

Kaufpreis

Zentrales Element des Unternehmenskaufs ist natürlich der Kaufpreis. Hier gibt es zahlreiche Bewertungsmethoden und vertragliche Regelungen:

  • Locked Box
  • Cash-free/Debt-free-Konzept
  • Earn-Out-Gestaltungen